Warum diese Seite?

Die ‘digitale Revolution’ stellt auch die Kriminologie und die internationale Kriminalpolitik vor neue Herausforderungen.

Die ‘digitale Revolution’, die wir etwa seit Mitte der 90-er Jahre mit wachsendem Tempo erleben, zeigt einerseits ein enormes technisches, ökonomisches und auch freiheitliches Potential, auf der anderen Seite sind damit wie selbstverständlich aber auch neue Gefahren und Risiken verbunden, zu denen verschiedene neuartige Formen abweichenden und kriminellen Verhaltens zu rechnen sind, die in der großen Mehrzahl auf die neuen (welt-) gesellschaftlichen Interaktionsformen im Internet zurückzuführen sind und für die sich immer mehr der international gebräuchliche Begriff ‘cyber-crimes’ durchzusetzen beginnt.

Sowohl diese neuartigen zugrunde liegenden abweichenden ‘Cyber-Phänomene’, als auch ihre (welt-) gesellschaftlichen Definitionen, Bewertungen und Regelungen stossen zwangsläufig immer mehr an die klassischen (national-)staatlichen Grenzen und sie verlangen immer deutlicher nach supra- und internationalen Lösungen. Dies macht das neuartige Phänomen der ‘Cyber-Crimes’ besonders interessant für eine vor allem international und interdisziplinär ausgerichtete kriminologische Forschung, welche es in erster Linie mit einem globalen, supranationalen Normgenese-Prozess zu tun hat, den es auf der Grundlage von in den letzten Jahrzehnten entwickelten theoretischen Positionen (sozialer Konstruktivismus und Definitions-Ansatz) und neuen internet-spezifischen, methodischen Instrumenten zu analysieren gilt.

Die empirischen Grundlagen und Erkenntnisse sind in diesem sich rasant entwickelnden Kriminalitätsbereich einerseits noch weitgehend rudimentär und defizitär, andererseits lassen sich im gesamten Internet verstreut beachtliche Mengen an einschlägigem Material vermuten, welches es zunächst einmal zu sichten und zu strukturieren gilt, um es für möglichst fundierte und systematische Analysen zugänglich zu machen.

Hierzu wird eine möglichst aktuelle, differenzierte und interaktive Informations- und Kommunikationsbasis benötigt. Dazu soll diese Seite dienen. Es besteht der Wunsch, dass sie sich im Laufe der Zeit und im Austausch mit den Lesern möglichst dynamisch entwickelt.

Nach einer grundlegenden technischen Neuausrichtung (in die WordPress-Umgebung)befindet sich diese Seite nun in der Phase der notwendigen inhaltlichen Überarbeitung und des Neuaufbaus.

 

Für welche Leser ist die Seite gedacht?

1. Wissenschaft, Fachleute und Studierende
Als vorrangige Zielgruppe ist zunächst an die Fachleute und Studierenden aus dem Bereich der Kriminolgie, aber auch an jene aus dem Bereich der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien gedacht, deren fachspezifische ‘Communities’ bisher weitgehend unvernetzt nebeneinander agieren und denen speziell zu dieser Thematik ein intensiverer Austausch und Dialog zu wünschen ist.

2. Medien und Journalisten
Wie für viele kriminologische Themen (z.B. Jugendkriminalität, Gewaltkriminalität, Sexualkriminalität) sind die Medien auch für die neuartige Thematik der ‘cyber-crimes’ eine wichtige gesellschaftliche Vermittlungsinstanz, die auf differenzierte, aber dennoch verständliche und leicht zugängliche Informationen angewiesen ist.

3. Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger
Selbstverständlich sollen von dieser Seite auch alle interessierten Bürgerinnen und Bürger direkt angesprochen werden, um einerseits gebündelte Informationen zu erhalten, um andererseits aber auch im Dialog mit anderen Netzteilnehmern eigene Erfahrungen und Kenntnisse zu diesem Thema auszutauschen.

Wie ist die Seite konzipiert?
Die Art und Weise, wie die vorliegende Info-Seite im wesentlichen aufgebaut ist und wie sie möglichst funktionieren soll, lässt sich kurz und prägnant mit folgenden Stichworten kennzeichnen:

  • initiativ
  • interaktiv
  • international
  • interdisziplinär
  • internet-spezifisch
  • (kriminologisch) interessant

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